Auszugehen von dem, was gut funktioniert, was uns meist gelingt, woran wir Freude haben und was uns leicht fällt, begleitet uns von Natur aus. Unter solchen Prämissen lernen wir rasch, bauen auf vorhandene Fähigkeiten auf und erweitern unser Spektrum mit Freude.

Leider verlieren wir diese natürliche Lernweise oft aus dem Blick. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein. Jedoch verursacht in der Regel unser Bemühen, Ansprüche zu erfüllen – auch unsere eigenen –, gemocht zu werden, uns ein- und unterordnen oder zu beweisen nicht selten Druck und Angst. Wir fühlen uns dann überfordert oder an die Seite gedrängt, schämen uns für ein vermeintliches Versagen, werden wütend oder fühlen uns schuldig. Für viele verliert das Leben so seine Leichtigkeit und man vermisst das Gefühl von Kongruenz.

Ressourcenorientiertes Arbeiten in der Therapie richtet den Fokus wieder auf unsere Fähigkeiten, macht uns unsere Stärken deutlich. Die kundige und begleitete Übertragung in das aktuelle Geschehen öffnet dann den Blick für unsere ganz eigenen Wege, Herausforderungen zu begegnen. Dabei setzt die Kunsttherapie kreativitätsfördernde Methoden ein. Das ist effizient, denn innere Bilder und Vorstellungen können rasch zugänglich gemacht machen. Dieses innere Wissen – unsere Intuition und unsere Glaubenssätze – ist uns meist nicht bewusst, bestimmt aber maßgeblich unser Handeln. Ressourcenorientiertes Arbeiten stabilisiert, gibt Sicherheit und Zuversicht. Perspektiven können wieder wachsen und man wird belastbarer.

Diese Form der kunsttherapeutischen Arbeit ist auch besonders gut für Kinder und Jugendliche geeignet, da sie in ihrem Alltag mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert sind. In ihrer Entwicklung und in Ablösungsprozessen vom Elternhaus sind Sie in höhrem Maße darauf angewiesen, altersgerecht zu Lernen und einen möglichst postiven Verarbeitungsmodus von Erlebtem zu finden. Indem sie in der Therapie neue Blickwinkel einnehmen und ungewohntes Verhalten ausprobieren können, machen Sie Erfahrungen jenseits der eingefahrenen Gleise. Die flankierende künstlerische Bearbeitung verknüpft diese neuen Erfahrungen auch emotional, wodurch konstruktiveres Verhalten nachhaltiger verankert werden kann.