Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen keine Kosten für Leistungen eines Heilpraktikers. Auch bis dahin mögliche Einzelfallregelungen wurden in einem Gerichtsurteil des Bundessozialgerichts 2016 verunmöglicht. Die Kosten in der ambulanten Psychotherapie dürfen demnach nur noch von im Sozialgesetzbuch sogenannten “Leistungserbringern”, also Ärzten und Psychologen mit entsprechender Zulassung unter Anwendung der “Richtlinienverfahren” von den GKV übernommen werden.

Damit waren auch alle Sonderregelungen und Ausnahmen in Notfällen – etwa bei fehlenden Psychotherapieplätzen und unzumutbar langen Wartezeiten – gekippt worden.

Lediglich Privatversicherte oder Beihilfeversicherte dürfen mit der Übernahme oder der Bezuschussung der Kosten rechnen.